Sonntag, 30. Oktober 2011

Die Lärchen brennen

keine Angst, keiner muß die Feuerwehr rufen, aber am letzten Oktoberwochenende haben wir das schöne Wetter ausgenutzt und sind rund um das Inntal etwas rumgelaufen bzw. gefahren.






Am Samstag waren wir bei Kiefersfelden im Gießenbachtal. Erst plätschert der Bach nett dahin,



dann wirds abenteuerlich. Die Klamm ist für normale Wanderer nicht wirklich zum Durchlaufen geeignet, aber der Weg oben drüber ermöglicht schöne Blicke von oben. Nicht nur der Blick nach unten ist interessant, auch von den Wänden der Klamm tropft und plätschert es. Dabei haben Moos und vermutlich Mineralien recht interessante Farben entstehen lassen.




















Neben dem Wildwasser gibt es auf dem Weg zur Schopperalm noch normalere Bäche, die munter plätschern und bei längerer Belichtung auch nicht schlecht aussehen:


Und wo brennts jetzt, wenn es so viel Wasser gibt? Die Buchen, Eschen, Birken und Lärchen haben ihre schönsten Herbstfarben, und gerade Eschen und Lärchen sind richtig gelb.
Zuerst eine Esche unterwegs und dann die Birke an unserem Ausflugs-"Gipfel" mit Blick auf den Kaiser:

Auf dem Rückweg (nicht immer nur bergab) fanden wir noch schöne Buchen und "brennende" Lärchen.



Wie fotografiert man das so, dass der Farbzauber rüberkommt und das Bild interessant ist? Ein "Verlegenheits-Ausweg" ist zum Beispiel lange belichten und dabei am Zoomring drehen. Dabei muss der Bildaufbau aber trotzdem stimmen - hier eine "Explosion" -  von genau dem Ausschnitt der Lärche oben - ein bißchen interessanter.

Zum Schluß noch ein Kitsch-Bergblick, der Ampel-Baum (unten grün, in der Mitte orange und oben eher rot), und noch mehr Lärchen.


Dieser Spaziergang (wird für Familien mit kleinen Kindern empfohlen, ob das die Kinder auch so sahen, die heulend und jammernd unterwegs waren?) hat uns sehr gefallen -

also haben wir das am Sonntag morgen etwas anders fortgesetzt: wir sind mit dem Auto auf das Sudelfeld gefahren.
Die schmale Mautstraße von Brannenburg bietet viele Möglichkeiten zum anhalten, aussteigen und rumlaufen. Sobald es bergauf geht, kommen wir schnell außer Puste, aber es lohnt sich immer.

Also zum Einstieg ein paar Bilder von weiter unten, wieder mit bunten Bäumen, einmal vor der Felswand und einmal als orange Hintergrundbeleuchtung für ein kleines Wäldchen.



Weiter oben fahren wir zur "Rosengasse", überhalb des Gasthofs lockt eine kleine Kapelle. Hier brennt's wieder, praktisch von allen Seiten (unten, dran, drüber, links rechts, egal) schaut die Kapelle gut aus.




Wir können uns vorstellen, warum das Rosengasse heißt: überall sind wilde Rosen zu sehen - um die Jahreszeit nur an den Hagebutten zu erkennen. Das klappt hier scheinbar auch ohne spezielle Rosenerde aus dem Baumarkt.

Der Blick in Richtung Inntal, nicht mal in Richtung Sonne, zeigt dass es Herbst ist: Es ist auch nach der Bearbeitung noch genügend Dunst im Bild, und einfach zu viel Kontrast. Aber man kann schön weit schauen.


Trotzdem freuen wir uns an dem schönen Herbstwochenende, mit dem der Oktober zuende geht. Wer Tipps hat, wie man den Nebel da rausbekommt, darf gerne einen Kommentar hinterlassen oder mir eine email schreiben (die Adresse steht auf der Unterseite "über mich").