Samstag, 13. Juli 2013

Lavendel und Taubenschwänzchen

Taubenschwänzchen, nie gehört? Lateinisch Macroglossum stellatarum, ist das Taubenschwänzchen eine Schmetterlingsart (oder eine Motte), die wie in Kolibri fliegt und Nektar absaugt. Unsere Lavendelbüsche bieten im Sommer Nahrung für viele Insekten, aber das Taubenschwänzchen ist sicher das auffälligste dabei.



Um die Spannung zu halten, erst mal zwei Bilder vom Lavendel ohne Getier:




Der Lila/Blau-Grün Kontrast kommt ganz gut, und ich bin ja ein Fan von Bildern mit wenig Tiefenschärfe - hier konnte ich mich austoben. Ich habe mein Tamron 90mm Objektiv genommen - das ist nicht nur für Makro-Aufnahmen gut, sondern halt bei meiner Kamera auch ein mittleres Tele und bei Blende 2.8 kann man schön mit der Tiefenschärfe arbeiten.

Den Taubenschwänzchen kommt man mit Makro-Fotografie (also Stativ, sorgfältige Komposition des Bildausschnitts, Fernauslöser, Bild gut ausleuchten, nicht atmen) nicht hinterher, dafür sind sie zu schnell - sie bleiben etwa zwei Sekunden an jeder Blüte, und fliegen dann schneller weiter, als man mit dem Auge hinterherkommt - mit der Kamera vor dem Auge ist das noch anspruchsvoller.

Aber gestern ist mir das gelungen.  Wie schnell die Dinger sind, sieht man an diesem Bild: selbst mit einer Vier-Hundertstel Sekunde ist die Bewegung der Flügel nicht eingefroren.



Der lange Schnabel erinnert auch an einen Kolibri, oder?



Der Name Taubenschwänzchen kommt laut Wikipedia von den zweigeteilten Haarbüscheln am Hinterleib, was man hoffentlich auf diesem Foto sehen kann.