Sonntag, 18. August 2013

Garten und Landschaft - erste Versuche mit meinem 28mm Objektiv

Ich habe mir ein neues Objektiv geleistet - Canon EF 28mm f1.8 - und erste Versuche gemacht, mit und ohne Bokeh.






Ich habe mein Tamron 28-75mm f2.8 verkauft, und damit den halben Anschaffungspreis für ein Canon EF 28mm f1.8 finanziert. Damit habe ich zwar jetzt eine Lücke im Brennweitenbereich 50-70mm, aber dafür ein (für meine Kamera) scharfes, kleines und sehr lichtstarkes Objektiv im Normalbrennweiten-Bereich (28mm sind bei meiner Kamera eher 42mm, also nah genug an 50mm dran), und eines mit schönem Bokeh (das sind die Zerstreuungskreise).

Der erste Test war die Tomate, die - eher unabsichtlich - so positioniert war, das die Hängematte dahinter, auf die genug Licht fiel, wie ein Scheinwerfer aussieht, und sehr viel Bokeh dabei ist:



Das ist jetzt natürlich nicht das  Hammer-Motiv, aber demonstriert den geringen Schärfentiefenbereich (der Tisch ist vorne und hinten unscharf) und das Bokeh.

Die nächsten Motive im Garten sind typische Blümchenbilder:

Hibiskus mit wenig Tiefenschärfe

Beeren mit wenig Tiefenschärfe

Auch da kommt das Bokeh gut, allerdings ist die Tiefenschärfe bei Blende 2 und der Entfernung (ca. 30cm) eher einen Zentimeter groß, da sind nicht alle Beeren scharf. Allerdings erscheint mir das 28er da sympatischer und einfacher als mein 90er Makro - beim 90er ist die Verwacklungsgefahr riesig.

Das nächste Bild sind Zitronenscheiben in einer Wasserkaraffe (mit grünem Standfuß), von oben Fotografiert - der Untergrund und der Rand des Kruges sind voll unscharf, aber die Zitronen auch ziemlich.



Die nächsten Versuche waren draußen auf dem Land - mitten im Sommer heisst das, die üblichen Felder und Bäume.


Beim Weizenfeld war ich etwas spät - vor zwei Tagen wurde es abgeerntet. Die Stoppeln machen sich mit dem Baum ganz gut - dieses Bild ist nachträglich ein bisschen in den Farbtopf gefallen, damit der Effekt schön rüber kommt. Das 28mm macht hier eine gute Figur, aber nichts spezielles.

Mein üblicher Baum, etwas anders (die Farben haben mir nicht gefallen):





Auch diesen Baum habe ich in dieser Position schon öfter abgelichtet - ich finde das Motiv aber immer noch gut :)


Bei der Linde sieht man wieder die Schärfentiefe und ein wenig Bokeh oben und unten - damit sticht der vordere Zweig gut vom hinteren ab, ist aber im Bild gut eingeordnet.



Hier sind eher die vielen Linien spannend. Ich habe für so eine Aufnahme die Blende 9 gewählt, da ja alles scharf sein sollte. Dieses Objektiv hat einen Blendschutz eingebaut, der Linsenreflexe verhindern soll - direkt in die Sonne fotografiert, sind sie trotzdem da - macht nix, ich mag Linsenreflexe.

Und noch ein paar Nahaufnahmen vom Feld (ein paar Halme standen noch):

Blende 9

Blende 1.8


Beim nächsten Bild hat mir die Schärfentiefe und das Bokeh, in etwas gemildeter Form, gut gefallen, und unterstreicht meiner Meinung nach die Bildaussage:



Näher dran, an Blümchen, wird Fokussieren schwer - zwar habe ich ein schwenkbares Display, aber Fokussieren im Live-Modus ist immer noch mühsam, oft genug geht der Fokus daneben:



und noch ein Blümchenbild - mit Color Key (nur eine Farbe), weil mir das Blau nicht gefallen hat:



Und noch ein bisschen Mais:

hier geht's nur um das Bokeh :)

und hier um den Käfer (fast scharf)

und hier ganz allgemein um Feld und Schärfe


und zu ganz allerletzt, zwei Bilder für einen anderen Einsatzbereich des 28ers:

alles relevante drauf

schnell genug fokussiert, auch wenn nur das rechte Auge scharf ist

Was sagt Ihr? Für was kann ich das 28mm Objekt sonst noch einsetzen? Straße, Landschaft, Bokeh, evtl. Protrait (erste Übungen habe ich schon gemacht, aber ich zeige keine Familienbilder im Blog)?
Über Feedback würde ich mich freuen.