Samstag, 28. September 2013

Garmisch: Partnachklamm

Nach dem Besuch des Eckbauer und des Garmischer Bergpanoramas gingen wir noch durch die Partnachklamm: Das ist eine 700 m lange Schlucht, die von der Partnach zwischen Hausberg und Eckbauer gefräst wurde, und die über einen Steg und diverse Stollen im Gestein begeh- und erlebbar ist.


Ich bin da sicher schon 10 mal drin gewesen, und es ist jedes Mal interessant gewesen. Mit mit der "richtigen" DSLR war ich jetzt zum ersten Mal drin.

Natürlich war ich in dem schummrigen Licht (in einigen Tunnels brauchte mal eine Taschenlampe - kein Problem mit dem Smartphone) wieder ohne Stativ, aber mit dem 17-50mm Objektiv mit Bildstabi unterwegs. Trotzdem war bei Blende 2.8 und ISO 1600 schon mal eine halbe Sekunde Belichtungszeit nötig - das bekomme ich auch mit Bildstabi nicht mehr unverwackelt hin. Zwischen Sonne und Dunkelheit ist der Kontrastumfang für den Sensor einfach zu groß, deshalb konnte ich etliche Bilder wegwerfen, da das Wasser nur noch weiß war. Für mehrere Aufnahmen für HDR war mir die Verwacklungsgefahr zu groß. Die Grenzen des Autofokus (vor allem der Geschwindigkeit mit dem Tamron 17-50mm) habe ich auch wieder vorgeführt bekommen. Also auch fototechnisch kann man in der Klamm einiges erleben.

Zum Einstieg mal ein paar Impressionen, wie dunkel und eng es war:




 Die Wasserfälle waren Klasse - teilweise wie aus Fantasy-Filmen:








Nass war es überall - von oben, von unten:


quer ...

... hoch ...

... und blau eingefärbt

Das Wasser leuchtete teilweise richtig:







Hier habe ich teilweise wieder meine 1/10 Sekunden Belichtungszeit eingesetzt, um die Bewegung des Wassers verlaufen zu lassen - die 1/100stel oder kürzer waren im Dunkeln sowieso schwierig.

Am hinteren Ende kam dann die Sonne dazu, da gingen dann 1/100tel und 1/10tel:




Im Dunkeln kommt das Wasser recht blau daher - zu blau für mich. Mein Gegenmittel: Die Luminanz von Blau hochdrehen, dann wirkt es wieder weiß(er). Das war auch bein den Wasserfällen notwendig.


Die Kontraste waren fast zu viel für den Sensor:




Hinten draußen, in der Sonne, war es gut 10 Grad wärmer. Wir haben etwas ausgeruht (und abgetrocknet), und sind dann wieder zurück (man kann von dort auch super Touren machen, wir wollten aber wieder heim).

Ebenfalls am hinteren Ausgang, wieder auf dem Rückweg:


wie man sieht, gefällt mir das quadratische Format zur Zeit recht gut
und zum Schluss noch etwas dramatisches: im finsteren Teil der Klamm kommt von oben etwas Licht - aber nur etwas - und betont die Formen der Felsen schön. Ich habe mal zwei Varianten gemacht, beide sind gruselig, oder?