Montag, 13. Januar 2014

München, Spiegeleien im Olympiapark und Ausstellung "Weiße Tauben" in der Heilig-Geist-Kirche

Ein guter Freund von mir hat sich eine neue Kamera gekauft, das mussten wir mit einem kleinen Photowalk gebührend würdigen. Wir waren im Olympiapark (diesmal nicht bei der BMW Welt) und in der Ausstellung "Weiße Tauben" in der Heilig-Geist-Kirche. Wir hatten Glück, das war der letzte Tag der Verlängerung, sonst hätte ich jedem empfohlen, da mal mit oder ohne Kamera hin zu gehen.



Am Olympiapark kam ich erst an, als die Sonne schon weg war. Die blaue Stunde, also zwischen Sonnenuntergang und nachtschwarzem Himmel, geht Mitte Januar gegen 16:30 los. In Richtung Westen war kein toller Blick, also haben wir die Olympia-Schwimmhalle mit ihrem (auf dem ganzen Olympiagelände) typischen Dach, den Fernsehturm und andere Wahrzeichen fotografiert. Ich hatte ausnahmsweise mein Stativ dabei, deshalb kann ich Bilder aus der Dämmerung mit ISO100 und Blende 11 oder mehr präsentieren - und ein paar Hand-verwackelte dazu.

Wie üblich, hatte ich mein 28er und das 90er Objektiv dabei. Mit dem 28er geht der ganze Olympiaturm drauf, inklusive eventuell unerwünschter Randbewucherung, deshalb ist das Format des ersten Bildes etwas ungewöhnlich (weil ich links und rechts Äste abgeschnitten habe). Die Farben sind so komisch, weil ich ein bisschen versucht habe, auf 70er Jahre Stil zu machen. Lightroom behauptet, der Turm wäre gerade, und ich bekomme es manuell auch nicht besser hin, aber er sieht für mich trotzdem etwas schief aus.



Im 2010er-Stil, quer, mit abgeschnittenem Turm, dafür mit Lichtspuren eines Fahrrads:



Mit dem 90mm Teleobjektiv geht der Turm definitiv nicht komplett drauf, weder hochkant noch quer, aber das Olympia-Zeltdach sieht auch nach 40 Jahren noch gut aus:

fast unveränderte Farben

angepasste Farben

Auf dem Rückweg noch einige Bilder aus der Hand:

eingefärbt

quasi Original


Ich habe mal ausprobiert, wie gut die Bilder mit ISO 6400 gehen. Da muss ich schon ganz schön in Lightroom oder Nik Dfine2 bügeln, dass das Rauschen einigermaßen raus geht. Ich bleibe doch bei ISO 3200 als Obergrenze für die Automatik.

Dann ging es, nach einem kleinen, fotografisch nicht dokumentierten Zwischenstop, weiter in die Heilig-Geist-Kirche in der Münchner Innenstadt. Die "Weißen Tauben" der Installation, die bis zum 12. Januar lief, sind aus Papier gefalten und dramatisch angestrahlt. Daneben gab es noch Musik und weitere Lichteffekte.

Überblick: von hinten

An den Farben habe ich nichts gedreht, nur die Schatten hochgezogen. Das Stativ hatte ich schön über die Schulter geschnallt. Mir war es in der Kirche zu voll und zu lästig, damit groß herum zu hantieren. Dafür habe ich Bilder mit ISO 800 bis 6400, wieder entsprechend glatt gebügelt.
Die Aufnahmen waren ein wenig eine Herausforderung, weil das Licht ständig gewechselt hat - am Anfang habe ich zu lange gewartet, und dann war die Lichtstimmung weg. Aber mit Geduld und wachsender Erfahrung ging es doch.


der Puschel rechts ist die normale Kirchenbeleuchtung




Ein paar spezielle Eindrücke:

klassisch und modern, der Schatten rechts unten ist doof

natürlich musste ich ein Wisch-Bild machen (1/10 Sekunde, Kamera während der Aufnahme bewegt)

dämonisch?

Weitere Lichteffekte:

wieder mit Puschel-Lampe



Dekorative Absperrung, ich habe NICHTS an den Farben gedreht

hier auch nicht

und zum Schluss noch mal alle Tauben mit Licht-Strahlen: