Freitag, 24. Januar 2014

Tropfen und Nebel-Landschaften

In diesem Januar haben wir noch keinen richtigen Schnee gehabt, sondern eher Plus-Grade mit Regen und Nebel. Das habe ich natürlich auch abgelichtet.





Bei Nahaufnahmen habe ich trotz Stativ und Fernauslöser Schwierigkeiten, Schärfe und Schärfentiefe richtig hinzugekommen. Je näher das Motiv, desto schwieriger ist das. Trotzdem, hier ist meine Ausbeute - zuerst mit den 70-210mm Objektiv, das ist nicht wirklich Makro, weil die kleinste Entfernung 1 Meter ist.



Die Tropfen auf den Bambus-Blättern waren ca. 3 mm groß.


Ab jetzt kommen Bilder  mit dem 90mm Makroobjektiv, da stößt die Sonnenblende am Motiv an.

Der Hintergrund ist untypisch für Tele und Marko ziemlich sichtbar, weil ich mit Blende 13 und großer gearbeitet habe, um fast das ganze Blatt  mit den Tropfen scharf zu bekommen. Das reicht allerdings nicht, wie man eventuell in der Vergrößerung sehen kann - mit einem Tiefenschärfenrechner kann man ausrechnen, dass sogar bei Blende 22 und  20 cm Abstand (Achtung, Abstand des Kamerasensors, nicht der Sonnenblende vorne am Objektiv) zum Motiv, nur 3 mm ganz scharf sind. Bei der von mir verwendeten Blende 13 sind das 2 mm. Was da helfen würde: Die Kamera parallel zum Blatt ausrichten. So etwas fällt mir dann immer erst hinterher ein.
Wer die Tiefenschärfe-Berechnung und die Theorie mal anschauen möchte, findet hier eine englische Version.

Immerhin erkennt man die Struktur des Blattes, und ein oder zwei Tropfen in der richtigen Entfernung sind auch scharf.



Und noch zwei Tropfen mit dem 90er - diese waren relativ groß, deshalb sieht man bei Blende 8 die anderen Tropfen nur als Zerstreuungskreise (Bokeh) im Hintergrund. Man sieht (mit etwas Fantasie) die anderen Zweige und das Haus des Nachbarn in den Tropfen.



Beim zweiten Bild waren die Tropfen nicht parallel zur Kamera, deshalb ist nur der mittlere einigermaßen scharf - man sieht die Struktur des Himmels und wieder diesmal das Haus des anderen Nachbarn.



So, jetzt zu feineren Tropfen und Landschaft rundrum: Es geht um Nebel. Da ist das Timing ja immer recht wichtig - anfangs oder zu tief im Nebel drin ist alles grau in grau, wenn die Sonne den Nebel beleuchtet bekommt man auch schöne Effekte, und zu spät ist der Nebel dann weg.

Hier habe ich die Variante über dem Nebel, mit Bäumen und Landschaft. Ich gebe zu, dass ich an den Bildern ziemlich rum geschraubt habe: Lichter runter (sonst ist zu viel weiß drin), den Himmel abgedunkelt und teilweise noch ein wenig Morgenstimmung mit Teiltönungen gezaubert. Diese Bilder sind mit der 28mm Objektiv entstanden, deshalb ist genügend Landschaft ringsrum drauf.






Und zum Schluss noch zwei Bilder mit dem 90mm, diesmal etwas weiter weg, und mit freierer Bearbeitung.