Dienstag, 15. April 2014

Toskana im Frühling 2014, Teil 1: Einleitung und Colle Val d'Elsa

Toskana ... bei der Erwähnung dieser italienischen Landschaft bekommen die meisten ein gewisses Leuchten in den Augen. Fragt man 10 Leute, wo es da am schönsten ist, bekommt man 20 Meinungen - die einen reden vom Meer, die anderen von den Kunstschätzen in den Städten, die nächsten von den Zypressen und sanft geschwungenen Hügeln, und so weiter ...





Warum sind wir dieses Mal in die Toskana gefahren? Ich war da schon öfter als ich mich erinnern kann, zehnmal bestimmt. Florenz, San Gimignano, Siena, kenn ich. Dort war ich schon oft, dort hat mein Vater vor 30 Jahren schon Bilder gemacht, und da muss ich nicht mehr zum Fotografieren der Kunstwerke hin.
Da zieht es mich eher in die Hügellandschaften rund um den Monte Amiata, mit ihrer von Menschen beeinflussten Geometrie der Olivenfelder und Zypressen-Alleen. Wer jetzt an karge Landschaften und Ocker-Farben denkt, liegt knapp daneben: Ich wollte die Toskana mal im Frühlings-Grün sehen.

Wir waren natürlich nicht nur an einem Ort in der Toskana. Dazu bin ich viel zu sehr Normade, um eine Woche lang am gleichen Fleck rumzusitzen. Dolce fa niente, das süße Nichtstun, ist doch schon lange out, und aktiv sein ist in. Bei mir zumindest, wenn es um das Sehen, Erleben und Fotografieren von neuen Eindrücken geht, und wenn es sich mit Genuss verbinden lässt - natürlich auch beim Essen.
Um es kurz zu machen: Die grüne Toskana, das aktive Erleben und Fotografieren, und das Genießen, ist uns in der knappen Woche gut gelungen.

Die Stationen unserer Reise - wo wir übernachtet haben ist natürlich einfach nachzuvollziehen, wo wir entlang gefahren sind und Bilder gemacht haben, war dieses Mal auch einfach: meine Kamera hat ein GPS Modul, das ich am zweiten Tag eingeschaltet habe. In Lightroom sehe ich damit ganz schön, wo die Bilder aufgenommen wurden - wenn die Kamera einen Satelliten gefunden hatte. Die Aufzeichnung der Route selbst ist möglich, das habe ich noch nicht visualisiert. Außerdem glaube ich, wäre die Route ein wenig zu unübersichtlich.



  • Colle Val d'Elsa: Stadt, Volterra, Siena, und natürlich die Hügellandschaft dort (2 Nächte)
  • Rund um den Monte Amiata: Monticiano, Roccastrada, Mittags in Cigniano, Montalcino 
  • Weiter nach Cortona (1 Nacht)
  • Castiglione della pescaia und Principina al. Mare (1 Nacht in Castiglione)
  • Weiter rund um den Monte Amiata: Scansaro, Saturnia, quer durchs Land zur Via Cassia, San Quirico d'Orcia
  • Weiter nach Arezzo (1 Nacht)
Vorsicht vor dem Weiterlesen: ich habe 700 Bilder gemacht, und zeige davon ca. 150. Also durchatmen ... gut so ... nochmal ... und los:

 Colle Val d'Elsa


Diese Stadt, zwischen Florenz und Siena, in Reichweite von Volterra und San Gimignano, haben wir im Herbst 2007 kurz besucht und wollten noch mal wieder kommen: wegen der Lage, dem mittelalterlichen Stadtkern, und überhaupt.

Als wir ankamen, war es ein wenig bewölkt. Immer blauer Himmel ist auch langweilig. Die meisten Bilder hatten auch so starke Kontraste, deshalb sind einige farblich etwas bearbeitet:














Hier noch weitere Bilder mit Sonne, vom nächsten Tag:



Auch nachts sieht es gut aus:




Aus der Stadt hat man auch gleich einen schönen Blick in die Gegend: