Donnerstag, 17. April 2014

Toskana im Frühling 2014, Teil 3: Rund um den Monte Amiata

Rund um den Monte Amiata - dabei ist keine Wanderung oder Bergumrundung zu Fuß oder Fahrrad im engeren Sinn gemeint, vielmehr haben wir uns möglichst viele Gegenden der Toskana angeschaut. Weil es so schön war (und wir die Touristenorte am Meer weniger schön fanden), haben wir das gleich zwei mal gemacht.



Viele tausend Kurven, hinter jeder zweiten ein schöner Blick. Beim Aussteigen kann man eigentlich immer gleich Bilder in alle vier Himmelsrichtungen machen.





Beim ersten mal fuhren wir von Colle Val d'Elsa los, in Richtung Grosetto, dann quer übers Land bis nach Cortona, und haben Bilder in Monticiano, Roccastrada, bei Cigniano, Montalcino und bei San Quirico d'Orcia gemacht, also alles nördlich vom Monte Amiata.



Bei der zweiten Route, zwei Tage später, fuhren wir in Castelgione della Pescaia los, über Scansano, Saturnia, die Via Cassia, wieder bei San Quirico d'Orcia, und bis nach Arezzo. Das war sozusagen die südlichere Route, dieses Mal richtig rund um den großen Berg der Toskana.



das GPS war nicht immer an ...

Wir haben viele unterschiedliche Gegenden gesehen: die typischen sanften Hügel mit Zypressen und Olivenhainen, die Mischwälder, die eher kargen Hügel südlich von Siena und Sinalunga, noch unbelaubte Wälder und Vorfrühling bei Sorano, und auch sehr unterschiedliche, wenn auch meist mittelalterlich angehauchte Ortschaften: Das sehr schön angelegte Monticiano, das sehr schön gelegene, aber weniger herausgeputzte Roccastrada, Montalcino auf dem Berg mit atemberaubenden Blicken, das ebenfalls sehr gefällige San Quirico d'Orcia, das steil und alt wirkende Cortona, und das sehr lebendige Arezzo.

Cortona und Arezzo widme ich einen eigenen Blog-Eintrag, weil wir da mehr Eindrücke und mehr Bilder haben, da wir dort ja auch übernachtet haben, die Unterwegs-Orte sind in diesem Eintrag.

Unterwegs zwischen Colle und Monticiano:

der Rosmarin blüht, im Hintergrund als Akzent ein ordinärer Löwenzahn




Monticiano selbst: Man darf sich vom ersten Blick (Supermarkt, moderner Platz mit Beton-Ornamenten) nicht täuschen lassen, die Gässchen weiter hinten sind sehr schön, und sehen recht modernisiert aus.




Roccastrada: liegt oben auf dem Berg, mit Blick zum Monte Amiata, und zum Meer, ist nach den ersten 1000 Kurven durch den Bergwald bombastisch. Der Ort selbst ist weniger herausgeputzt, aber hat auch was.




da ist er endlich mal drauf, der Monte Amiata




Als nächstes haben wir die Schnellstraße Siena-Grosetto überquert, und sind auf dem Weg zum Monte einfach mal nach rechts nach Cigniano abgebogen. Vom Ort selbst haben wir nichts mitbekommen (außer gutem Essen: wir wurden gleich angesprochen was wir denn suchen, und auf die Antwort: wo wir etwas essen können, kam zurück: in meinem Restaurant natürlich), aber die Gegend ist toll.








Auf der Regionalstraße "Traversa dei Monti" (Überquerung der Berge) ging es weiter nach Montalcino, einer (natürlich) mittelalterlichen Stadt auf einem Hügel. An der Kirche ist ein großer Parkplatz, und man hat einen super Blick auf die Landschaft ringsrum.






Mit großem Vertrauen in unser Navi bzw. unserem Verständnis von dem, was es sagen wollte (vorne rechts, dann immer gerade aus) fuhren wir eine bis zu 30%ige Steigung, mehr Staubstraße als Regionalstraße, nach unten. Das war Abenteuerurlaub!


unten!
So nah sind wir dem Brunello außerhalb von Lokalen noch nie gekommen.

Weiter ging's auf normalen Straßen, aber mit außergewöhnlichen Hügeln.



hier haben wir Olivenöl gekauft

Dieses Bild habe nicht ich gemacht, sondern meine Frau.
Ist doch super, oder?

Das war der erste Teil unserer Rundfahrt um den Monta Amiata.


Der zweite Teil fing damit an, dass wir eigentlich zwei Tage am Meer bleiben wollten, uns aber weder Ort noch Hotel gut genug gefielen. Also ging es von Castelgione della Pescaia, über Grosetto, wieder ins Landesinnere, Richtung Scansano. Das Navi zeigte 1 1/2 Stunden für 60 km Fahrtzeit bis nach Saturnia, die Anzahl der Kurven stand nicht drauf. Gefühlt waren es an dem Tag wieder tausende.
Das Wetter war wieder recht wolkig, am Morgen fast komplett bedeckt, erst ab Mittag (oder hinter dem Monte Amiata) kam etwas Sonne dazu. Das tat unserer Stimmung keinen großen Abbruch.


auch dieses Bild hat meine Frau geschossen

frische Lämmchen und rosa Bäume


Saturnia selbst haben wir uns nur von oben angeschaut: am Samstag Vormittag waren alle Parkplätze voll.



In der Nähe von Saturnia haben wir wieder kleine Straßen ausgesucht.






Und weiter, quer durchs Land, auf unterschiedlich guten Straßen, durch teilweise sehr verlassende Ortschaften, auf über 650 Meter über dem Meer. Dort war noch eher Vorfrühling.

Auf der anderen Seite, auf der Via Cassia, fuhren wir wieder in Richtung San Quirico d'Orcia:



noch ein Bild, das meine Frau gemacht hat






Die letzten 5 Bilder sind quasi alle am gleichen Ort entstanden: Anhalten, in alle Himmelsrichtungen knipsen, weiterfahren.

Dieses Mal haben wir in San Quirico d'Orcia Halt gemacht: Auch ein sehr schön herausgeputztes Örtchen.



Wieder ein Bild, das meine Frau gemacht hat



Und ein letzter Fotostopp der Marke - 4 Himmelsrichtungen (wie Ihr seht, habe ich deutlich aussortiert, ich zeige Euch nämlich nur zwei).