Montag, 24. November 2014

Vietnam: Übersicht

Vietnam! 3 Wochen Urlaub! Leider ohne meine Familie, die für so einen Abenteuertrip nicht zu begeistern war. Ich träume seit langem davon, neben Japan ein weiteres Land in Südostasien zu besuchen. Vietnam erschien mir erschlossen und sicher genug, um mich da hin zu trauen, und ursprünglich genug, so dass ich noch Vietnamesen und nicht nur Touristen treffe.
Ganz allein war ich doch nicht dort: mein Kumpel +Thorsten von Eyb hat gleichzeitig seine neue Familie dort besucht, und so konnten wir zu zweit ein wenig losziehen, und haben auch ein Wochenende zu viert eine Touristen-Rundreise gemacht.






Vietnam! 1500 km lang, 85 Millionen Einwohner, davon 9 Millionen in Ho-Chi-Minh-City (inoffiziell immer noch Saigon) und 10 Millionen in Hanoi, mittelalterliche landwirtschaftliche Methoden neben modernem, globalen Business und Tourismus.  Jeder zweite Stadtbewohner hat ein Motorrad.  Also 4 oder 5 Millionen in Saigon oder Hanoi.
Die Gegensätze sind recht auffällig:
Alte Architektur (Vietnam war eine französische Kolonie) neben modernen Hochhäusern.




Coca Cola neben frischen Mangos, Kokosnüssen oder Drachenfrüchten.  An jedem Straßeneck wird etwas gebrutzelt oder verkauft. Viele Leute vom Land verkaufen ihre Sachen in der Stadt. Touristen zahlen das doppelte. Mindestens. Das ist OK, sie haben ja auch mehr Geld zur Verfügung.




Floating Markets. In quasi jedem Haus wird etwas verkauft. Märkte in alten Markthallen oder unter freiem Himmel. 3-Stöckige, klimatisierte Supermärkte, in denen es alles gibt - na gut, auf den normalen Märkten auch.






Fastfood neben traditionellem vietnamesischem Kaffee, der halt seine 3 Minuten braucht, bis er von oben nach unten durchgetropft ist.  Übrigens sehr lecker.



Traumstrände und Verkehrschaos (für westliche Augen).






Freundliche, häufig lachende Menschen neben Touristen-Anmache. Also viele Gegensätze. Viel zu entdecken.

In 3 Wochen wollte ich nicht ganz Vietnam abgrasen. Da wäre ich sehr viel unterwegs gewesen, ich wollte ja auch etwas entspannen und Urlaub machen. Also habe ich mich auf Schwerpunkte beschränkt:


Saigon als die pulsierende lebendige Metropole. Zur Abwechslung und Erholung ein paar Ausflüge: 5 Tage ans Meer nach Mui Ne, 2 Tage ins Mekong Delta zu den schwimmenden Märkten, und einen Tag übers Land zum Heiligtum der Cao Dai.












Hanoi als die ursprünglichere Hauptstadt, und 3 Tage im Weltkulturerbe Ha Long Bucht (und angrenzenden Buchten und Gewässern).










Saigon und Mui Ne sind ca. 200 km entfernt. Bei dem Verkehr und den Straßenverhältnissen (gefühlt jede zweite Straße in Vietnam wird gerade neu gebaut oder erweitert) dauert das bis zu 4 Stunden. Ins Mekong Delta ist das so ähnlich, Cao Dai war nur 3 Stunden entfernt, was daran liegt, dass man gefühlte 2 Stunden durch Saigon fahren muss.




Ein paar Ziele habe ich bewusst ausgelassen: Die Vietcong Tunnel in Cu Cui, und die Wanderwege zu ethnischen Minderheiten in Sapa.
Ich habe noch genügend sehenswerte Ziele übrig: Hoi An, Hue, Dalat, etliche Sehenswürdigkeiten rund um Hanoi, und terrassierte Reisfelder kurz vor der Ernte. Da kam ich in der falschen Zeit.

Apropro Reisezeit: im Winter (also ab November) ist es im Norden (Hanoi, Ha Long Bucht) für Touristen Herbst, für die Einheimischen Winter, also unter 20 Grad. Im Süden ist es eigentlich immer über 30 Grad warm. Im Sommer ist es durch den Monsun sehr feucht. Mir war Saigon auf die Dauer im "Winter" zu warm, der Norden war nach einer Woche Hitze angenehm, aber leider quasi nur bewölkt. Das ist in der Ha Long Bay sehr schade. Allerdings ist das im Sommer auch nicht automatisch besser - es ist definitiv heißer und feuchter.

War's schön? Ja! Sehr abwechslungsreich, ausreichend intensiv, etwas mehr Erholung wäre super gewesen.
Will ich wieder hin? Ich habe noch genug Ziele übrig, und auch wenn 35 Grad auf die Dauer etwas viel sind, hat es schon was, wenn man ohne Socken, in Hose und T-Shirt rumlatschen kann. Dass ich die Temperatur genossen habe, zeigt vielleicht, dass ich die Klimaanlage auf 27 Grad gestellt habe und die angenehme Kühle genossen habe. Fragt bitte nicht, wie es wieder zurück in Deutschland war. Dafür war ich allerdings auch wieder froh, meine Familie zu sehen und kein Plastikflaschen-Wasser mehr zu haben. Die saubere Luft zuhause genieß ich auch - auch wenn sie kalt ist.

In den nächsten Tagen kommen noch mehr Blog-Einträg und noch mehr Bilder - viele Bilder.