Dienstag, 2. Dezember 2014

Im Norden von Vietnam: Hanoi

Nach gut einer Woche in den Tropen im Süden von Vietnam (Saigon, Mui Ne), flog ich nach Hanoi. Erst mal waren die ca. 20 Grad eine überraschende Abkühlung.


Meiner Begeisterung für Hanoi (ruhiger als Saigon, und noch etwas altmodischer im Viertel der 39 Stände) tat das keinen Abbruch.

Am Samstag bekam ich eine private Stadtführung von einem Bekannten einer Bekannten aus Saigon - erst mit dem Motorrad, dann zu Fuß.
So habe ich einige typische Sehenswürdigkeiten gesehen (und mein Führer auch), und typisches Leben in Hanoi erlebt.

Die erste war die Pagode am westlichen See. Die Weite eines Sees in der großen Stadt (in Hanoi gibt es mehrere) gefällt mir gut.





Von der zweiten Station, dem Mausoleum und der (sehr gemütlichen) Regierungshaus von Ho Chi Minh, habe ich keine Bilder gemacht - davon gibt es ausreichend.

Die dritte Station war der Tempel der Literatur, die erste Universität von Vietnam. Wir hatten irgendwie einen Samstag erwischt, wo Studenten in Talaren oder Studentinnen in traditionellen vietnamesichen Kleidern (Ao Dai, hochgeschlitzte Kleider - mit was drunter) irgendein Stelldichein hatten. Dadurch war es zwar voll, aber es gab auch genug zu sehen und zu fotografieren.




Asiatische Drachen brauchen keine Flügel
(dafür gibt's westliche Platte und Luftballons dazu)




Mir gefiel auch diese Interview-Situation von oben zu fotografieren:




Nachmittags bin ich dann auf eigene Faust rund um den Hoan Kiem See gelatscht und den See, das Stadtleben, die angenehmen Temperaturen und das bunte Treiben genossen.


Cosa Nostra - sie sind überall!







Die kleinen Gassen im District 1 beherbergen sehr viele Geschäfte - da gibt es eine Kaffeehausgasse, eine Bildhauergasse, und sicher noch etliches mehr - mein Hotel war in der Schuhmacherstraße, Hang Dau.




Mitten drin, waren die Zimmer weder groß noch ruhig (das Hupen war eigentlich immer zu hören), dafür die Lage top und der Service sehr freundlich, angenehm und flexibel. Es waren nur ein paar Schritte bis zum See, und nur wenige Meter in die Kaffeehausgasse - auch wenn ich mir ein für westliche Augen einfacheres Lokal ausgesucht hatte als das typisch vietnamesische, das mir empfohlen wurde.




Lustig fand ich, wie die Touristen hier in Massen aufgetreten sind. Das habe ich in Saigon so nicht gesehen, vielleicht auch, weil ich das Zentrum oft gemieden habe.

Blaue Hemden = Touri-Transport mit Muskelkraft



Schön einkaufen konnte man auch - ich habe sogar einen Laden gefunden, in dem man nachhaltige Textilien kaufen konnte (leider nichts für Herren).




auch die fliegenden Händler und ihre Kundschaft:


Also musste ich ein paar un-nachhaltige T-Shirts kaufen, allerdings mit Touri-Aufdruck (ipho, lost in Saigon, Hanoi traffic). Das mit ipho (Pho ist das Nationalgericht, in Hanoi führt da überhaupt kein Weg dran vorbei) findet Ihr hier.

Habe ich schon gesagt, wie lecker vietnamesischer, frisch aufgebrühter Kaffee ist? In Hanoi, in der Kaffeehausstraße, wurde er quasi erfunden.




Ansonsten kann man auch französiches Erbe in Hanoi sehen:



Die Bilder von der Oper (natürlich auch französischer Stil) sind nicht so toll geworden. Dafür find ich das Straßenbaguette besser.


Im Dunkeln sind sowohl die Märkte als auch die Gegend rund um den Hoan Kiem See sehr schick.










Am See: