Montag, 8. Dezember 2014

Vietnam: Ausflug ins Mekong Delta

Den Ausflug ins Mekong Delta habe ich mit Thorsten und Familie als Touristen-Tour gebucht. Wir wollten mal sehen, wie das in der Gruppe so abläuft.

Der Mekong kommt aus dem Himalaya und mündet nach mehreren tausenden Kilometern und nach Durchquerung etlichen Ländern in Vietnam ins Meer. Das Delta ist sehr fruchtbares Schwemmland und wenn nicht die Kornkammer, dann die Reis-, Ananas- und Kokosnusskammer Vietnams. Nicht zu vergessen, liefert der Mekong ausreichend Fisch und ist Transport- und Lebensraum für viele Menschen dort.
Die wesentliche Touristenattraktion sind neben dem irre breiten Fluß (oder genauer: beiden Flussarmen) und dem Leben am Fluss die schwimmenden Märkte.



So kommen zu den vielen, meist armen Bewohnern des Mekong Deltas noch viele Touristen. Das ist auch gerechtfertigt, schließlich weiss keiner, wann die Gegend durch den Klimawandel überflutet ist (hier ist Vietnam leider besonders gefährdet) oder wann durch Staudämme am Oberlauf buchstäblich das Wasser abgegraben wird.

Unser erstes Ziel war My Tho, an einem Seitenarm des oberen Flussarms des Mekongs. Ich schreibe das so kompliziert, weil es da unheimlich viel Wasser gibt.
Bevor der Fluss kommt, haben wir noch kurz an einer Pagode gehalten, mit einem sitzenden, liegenden und stehenden Buddha. Wie immer, habe ich nicht alles fotografiert.




Lu mag meine Sonnenbrille


In My Tho fuhren wird dann mit einem kleinen Boot über einen Seitenarm des Flussarms zu einer Insel mit einer Kokosnussplantage, dann weiter, mit einem Ruderboot durch einen ganz kleinen Seitenarm, durften Kokos-Candy, Honig und lokale Musik genießen.

mir gefallen die Boote auf dem Mekong - die haben alle Augen

Einschiffung zu den Ruderbooten

Kha, Lu, Thorsten und unsere Ruderin
von mir sieht man nur links vorne das T-Shirt


hach ...

das Dach aus Palmenblättern


es war etwas warm (in der Sonne: gefühlt über 45 Grad)

Abends fuhren wir dann weiter nach Can Tho - auch am oberen Flussarm, allerdings gut eine Stunde weg. Dort genossen wir noch die lokale Küche und ein in Vietnam gebrautes europäisches Bier.

Von Unterwegs noch ein Handy-Bild: Reisfelder und Stromleitungen.



Am nächsten Tag ging es früh los - wir trafen uns kurz nach 7 (es war Sonntag), um zu den schwimmenden Märkten zu fahren.

Markt an Land ..

und ab aufs Schiff! 


Fotografen links und rechts



noch schnell die Kräuter waschen


Nach ca. 30 Minuten waren wir "da": auf dem Wasser tummelten sich große und kleine Boote. Hauptsächlich ist das ein schwimmender Großmarkt von hauptsächlich landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Großhändler und Weiterverkäufer sind mit dem Boot da. Ebenso die kleinen Händler, die die ganz wichtigen Dinge wie Cola, Kaffee, Ananas oder Kokosnüsse an die Händler und natürlich an die Touristen verkaufen wollen. Der Markt geht jeden Tag von 5 Uhr bis ca. 11 Uhr.

Bei jedem Verkäufer hängt vorne an einem Masten etwas von dem, was sie verkaufen wollen.

das Knoblauch Boot











Die Boote haben meist Außenborder, die ganz lässig, teilweise mit dem Fuß bedient werden, und durch die Befestigung auf einem Rohr die Boote sehr wendig machen. Auspuff oder Kat gibt es natürlich keinen.

Nach ca. einer halben Stunde hatten wir uns eine Stärkung verdient, und durften zusehen, wie Reisblätter hergestellt werden. Dann ging es weiter zu einer kleinen Farm, auf der man auch übernachten konnte (Homestay).


Jackfruit, sehr lecker.


Und noch ein paar Familienbilder:








Nach dem Mittagessen ging es wieder zurück - fast 4 Stunden Fahrt - und zu meiner letzten Nacht in Saigon, diesmal mit Stil: im Continental Hotel.