Samstag, 6. Dezember 2014

Vietnam: Saigon Teil 2

Im ersten Blog-Eintrag über Saigon habe ich hauptsächlich über den Verkehr und die Architektur berichtet. Hier im zweiten Teil kommen wie versprochen noch Infos und Bilder über Märkte, Tempel und Parks.





Was ist ein Markt? Die fliegenden Händler, oft Frauen aus dem Umland, die ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse verkaufen, stehen quasi überall. Mit Fahrrad und Motorrad sind sie ja auch mobil.





Westliches und asiatisches Besteck


Manche Händler sprechen auch gezielt Touristen an, weil sie mit ihnen deutlich mehr verdienen können - die Kokosnuss kostet im Laden etwa 15000 Dong, beim fliegenden Händler mit etwas Verhandlungsgeschick 50000 Dong - das sind dann ca. 2 Euro, frisch gekühlt und dort serviert, wo es die Touristen am meisten dürstet. 

Eine beliebte Masche ist auch, die Touristen mal die schweren Kokosnüsse tragen zu lassen - und nicht nur die Spiegelreflexkamera-Rumschlepper unter den Touristen fotografieren sich dann gegenseitig.

Sich gegenseitig als Kokosnussverkäufer zu fotografieren macht Spaß -
das Gegenbild mit mir findet Ihr hier.

Eine andere Form von Märkten ist an festen Marktstraßen und -Plätzen, und zwar mit Drive-Through - Motorräder rauschen halt überall durch.






wo hab ich nochmal den Knoblauch hingetan?


Neben solchen Märkten gibt es noch die klassischen, die in festen, überdachten Hallen stattfinden, zum Beispiel den Cho Ben Tranh. Hier geht es deutlich enger zu, und der Geschäftssinn der Vietnamesen ist sehr deutlich zu spüren, weil jeder auf seine Waren hinweist. Bei den Lebensmitteln mischen sich tausend Eindrücke und Gerüche, die man eigentlich gar nicht so genau zuordnen möchte. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis - Geldbeutel und Fotoapparat gut festhalten :)











Seht ihr die kleinen hellblauen Stühlchen im Bild oben oder unten? So sahen fast alle Lokale am Straßenrand aus. Bei uns würden wir Stühle in dieser Größe im Kindergarten vermuten, hier sitzen alle, auch die Erwachsenen drauf. Für groß gewachsene Europäer etwas ungewohnt.

Sauber war es auch überall. Der Dreck wurde auf die Straße gekehrt, oder öfter mal alles sauber gespritzt und gewaschen - Wasser gibt es in Vietnam genug. Was passiert mit dem Dreck auf der Straße? Der wird dort abtransportiert.




So, nun zu den etwas ruhigeren Themen: zum Beispiel Parks. In Saigon gibt es ein paar schöne, große Parks mit üppiger Vegetation und angenehmen Schatten. Das sind richtige Erholungsplätze vom Straßenlärm. Einfach mal Sitzen und sich Erholen - das machen die Touristen.
Die Einheimischen nutzen ihre Parks für Sport und Veranstaltungen. Morgens Tai Chi, oder Schulsport: Volleyball, Cheerleader-Training. Und abends auf der Showbühne dann Veranstaltungen. Da ist des dann mit "ruhig" vorbei - mein zweites Hotel war direkt am Tao Dan Park, und ich konnte jeden Abend von einem Logenplatz aus zuschauen, was da alles aufgeführt wurde. Quasi mitten im Leben.


nicht Tai Chi, sondern Photo-Yoga

Müll zu mir!


Weitere Fundstücke rund um Parks:








Ich war ja mehr daran interessiert, das Leben in Saigon kennenzulernen, als alle Sehenswürdigkeiten abzulaufen. So habe ich die meisten Museen (gerade das War Museum interessiert mich überhaupt nicht) links liegen gelassen, und auch viele Tempel, Pagoden oder gar die französische Kathedrale. Dafür gibt es später noch einen ausführlichen Bericht von Cao Dai, ca. 2 Stunden weit von Saigon entfernt.

Ein paar Impressionen  aus Saigon habe ich aber doch: Von der Pagode des Jadekaisers, und von einem Hindu-Tempel in der Altstadt.














Und zum Schluss, noch ein paar Bilder die ich unbedingt noch zeigen wollte, ohne zusammenhängende Geschichte:

Hier wird gearbeitet! 
cà phê = Café auf Vietnamesisch, im Hintergrund der normale Verkehr

auch das ist Saigon - grün und luftig

Elektroverteiler

Elektroverteiler

gemütliches Sitzen im Cà Phê

das Kontrastprogramm: Jugendliche im Fastfood-Lokal
Untertitel: Liebe ist ... gemeinsam aufs Smartphone zu schauen