Sonntag, 25. September 2016

3 Tage in Wangerooge

Erholung ist eine Insel. Behaupten die Wangerooger. Und dass Gott zwar die Zeit erfunden hat, aber nichts von Eile gesagt hat.


Wir haben ausprobiert, wie gut Entschleunigung auf einer Nordseeinsel funktioniert, wo es (praktisch) keine Autos gibt, wo Gezeiten regieren wann man an den Strand oder ans Watt geht (und wie viel Strand und Watt es gibt), und ob Seeluft und Bewegung mit Fahrrad oder zu Fuß müde und hungrig macht.



Unser Fazit: Drei Tage sind kurz, doch um Entschleunigung zu spüren, reicht es.
Die Anreise ist (auch aus NRW) lang: Mit dem Auto nach Harlesiel (Bus und Bahn sind für eine Fähre um 11 Uhr morgens nicht wirklich eine Alternative), mit dem Schiff von Harlesiel zum Hafen von Wangerooge, und dann mit dem Inselzug zur Stadt. Schneller ginge es natürlich mit dem Inselflieger, aber wir wollten ja entschleunigen. Ach ja, und Seeluft macht hungrig. Und Züge mag ich ja.







Das Leben auf einer Insel in dem das Gepäck und Lieferservice mit Elektromobilen von Haus zu Haus gefahren wird, bei dem die Straßen mit Backsteinen gepflastert sind und auch mal krumm und bucklig sind weil keine Besitzer tiefer gelegter Autos protestieren würden, und getakteter Reisen aufs Festland, ist anders. Gemütlicher. Ruhiger. Entspannter.



Mit dem Fahrrad ist hat man die ganze Insel an einem Tag erkundet: Die Dünen und der Strand im Norden, das Watt im Süden, der Hafen, die Jugendherberge im Turm und der Leuchtturm im Westen, und den Flugplatz und das Naturschutzgebiet im Osten.









Am meisten Spaß macht das Laufen auf dem Strand bei Ebbe - quasi unendliche Weiten, der Sand ist fest, der Wasserstand ändert sich minütlich, das ablaufende oder auflaufende Wasser malt feine Strukturen.








hol das Stöckchen!

reingelegt 

aber jetzt

Panorama mit dem iPhone

und ein HDR vom iPhone


Im Watt waren wir nicht, aber dafür hautnah an den Salzwiesen: Kurz vor dem Höchststand der Flut wurde der Radweg kurzerhand überspült, und auch nebenan in den Salzwiesen stieg das Wasser. Hier bestimmen die Gezeiten wann man was tun kann.

Panorama mit dem iPhone

Die Flut erobert den Radweg

Der Wind malt Gemälde

es wird noch gefischt

Watt in der Sonne

Kormoran beim Flügeltrocknen
Salzwiesen und Jugendherberge

Es war nicht zu vermeiden: am Meer müssen auch immer Aufnahmen vom Sonnenuntergang dazu. Das ist im September sehr angenehm: kurz nach 19 Uhr direkt am Strand. Und Ebbe war auch noch, sehr passend. Und genug Material für interessante Vordergründe, und Wolken am Abendhimmel.